Weniger Müll an Englands Stränden dank Plastiktüten-Gebühr

Daniel Seidl, B.Sc.
Von Daniel Seidl, B.Sc. Dezember 13, 2016 12:32

Weniger Müll an Englands Stränden dank Plastiktüten-Gebühr

Gebühren können also wirklich helfen, auch wenn dieses Argument immer wieder stark angegriffen wird: Oft genug landet der Plastikmüll der Industrieländer im Meer, was zu einer großen Gefahr für den Lebensraum Meer wird. Eine tödliche Gefahr für viele Tiere. Denn Plastik kann von den Tieren nicht verdaut werden, verstopft den Magen und führt zum Tod von Schildkröten, Seevögeln und vielen anderen Tieren.

In den letzten Jahren wurde in Großbritannien eine Gebühr von 5 Pence pro Plastiktüte beim Einkauf eingeführt und dies scheint nun schon große Erfolge feiern zu können: Die Zahl der angespülten Plastiktüten ging um rund vierzig Prozent zurück! Dokumentiert wurde dies von der „Marine Conservation Society“, die jedes Jahr zum „Great British Beach Clean“ aufruft. Dieses Jahr säuberten 6.000 freiwillige Helfer mehr als 350 Strände. Dabei wurden 268.384 Stücke Plastikmüll gefunden, also knapp 7 Stück Plastik pro 100 Meter Strand! Klingt nach viel Müll, ist aber schon eine Besserung, denn vor der Plastiktüten-Gebühr waren es noch 11 Stücke Plastik pro 100 Meter Strand.

In Deutschland setzt man auf freiwillige Maßnahmen des Handels: So hat Rewe Plastiktüten bereits komplett aus dem Sortiment genommen. Andere Ketten folgen mit ähnlichen Ideen oder erheben selbständig Gebühren auf die Plastiktüten.

Bild: „Plastic Shame“, © 2013 Michael Coghlan, Flickr | CC-BY-SA | via Wylio

Daniel Seidl, B.Sc.
Von Daniel Seidl, B.Sc. Dezember 13, 2016 12:32
Schreibe einen Kommentar

Keine Kommentare

Noch keine Kommentare

Leider wollte noch niemand etwas zu dieser News schreiben, aber Du kannst der erste sein, der seine Meinung hier hinterlässt.

Schreibe einen Kommentar
Kommentare zeigen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail Adresse wird nicht öffentlich zu sehen sein.
Markierte Felder werden benötigt.*